Autor Thema: Katzenelend in Wadersloh  (Gelesen 3612 mal)

Offline Breka

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Katzenelend in Wadersloh
« am: September 04, 2011, 12:29:58 Nachmittag »
Nachdem hier schon mehrfach Katzen ausgesetzt wurden und das nächstgelegenene Tierheim völlig überfüllt ist, aber viele Leute ihre Katzenkinder einfach verschenken, anstatt Geld für diese zu nehmen, um das Muttertier kastrieren zu lassen, wurde es Zeit, da mal was zu tun:

http://katzenelend-wadersloh.npage.de/

Über weitere Tips, Infos und Links würde ich mich freuen.

Grüße
die Jean
Grüße von Jean mit Thor, Anton, Champ und Luisa
"Wir können nicht alle Hunde dieser Welt retten - aber die ganze Welt eines Hundes."

Offline fledermausohr

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Katzenelend in Wadersloh
« Antwort #1 am: September 04, 2011, 13:09:02 Nachmittag »
Hallo!

Ich finde deine Idee total super!
Ich bin auf ähnliche Art und Weise Katzenmutter geworden und Eddie Katzen-Ziehvater von 7 2Wochen alten Katzenwelpen mit katzenschnupfen (die zum Glück alle "durchgekommen" sind und ein gutes Zuhause gefunden haben-gegen Schutzgebühr).

Der Katzenschutzbund kümmert sich hier z.B. um Kastrationen/ Futterstellen etc.von "wilden" Katzen, nur
1. ist das Kontingent an Spenden auch irgendwann erschöpft und
2. nehmen wohl häufig betroffene Menschen diese Möglichkeit nicht an, aus Scham, oder Gleichgültigkeit- ich verstehe es nicht!

Wenn jeder sein Katzentier kastrieren lassen würde, hätten wir nicht diese armen, an Katzenschnupfen erkrankten, verflohten, mutierten Kätzchen.
Bei dem Bauern laufen zur Höchstzeit bestimmt 13 Katzen herum- leider NULL Einsicht, und es liegt noch nicht ein mal am fehlenden Geld!

Ich finde es total gut den betroffenen Leuten Hilfestellung zu geben, ohne Vorwürfe zu machen, auch wenn es manchmal schwerfällt!

Grüße, Jelka

Offline Breka

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Katzenelend in Wadersloh
« Antwort #2 am: September 04, 2011, 13:30:01 Nachmittag »
Hallo Jelka,

ja das stimmt, keine Vorwürfe machen ist echt schwer, aber nur so erreicht man etwas.

Grüße
die Jean
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Offline fledermausohr

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Katzenelend in Wadersloh
« Antwort #3 am: September 04, 2011, 15:37:32 Nachmittag »
Leider ist der Bauer mit den Katzen sehr stumpf. Um die Nutztiere kümmert er sich aber rührend, ist beispielsweise ein Kälbchen krank etc.
Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen, aber über 20 Katzen hatte er bestimmt schon...
Trotz Hilfsangeboten, Infos und Gesprächen über den KSB (er hat von mir die Telefonnummer) passiert einfach NICHTS.
Leider habe ich es nun auch aufgegeben mit ihm zu reden und ich meide den Hof/Katzendachboden, da ich das Elend nicht mehr ertragen/sehen kann.

Da die Katzen zu allem Elend auch noch extrem verfloht sind gehen die Flöhe natürlich auch auf die Hündin (Eddies große Freundin), die sich oft auf der Diele aufhält und sich somit den Blutsaugern nicht entziehen kann und schon den Hintern und Bauch halb wundgekratzt hat.
Fazit vom Bauern: Der Hund quält sich so, also muss er weg.

Puuh! Was soll man dazu noch sagen?:mad:
Was kann man da denn noch machen??

P.S: Wo liegt eigentlich Wadersloh?

Offline Breka

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Katzenelend in Wadersloh
« Antwort #4 am: September 04, 2011, 16:43:03 Nachmittag »
Nun ja, so ein Kälbchen bringt ja Geld, wenn es mal ausgewachsen ist und wer kümmert sich da nicht gerne um seine Kapitalanlage. Bei den Katzen sieht es ganz anders aus, die sind nur nützlich zum Mäuse- und Rattenjagen, aber landläufig herrscht halt doch die Meinung, dass man sie z.B. nicht kastrieren braucht, da die ja eh irgendwann verschwinden. Und so ist es in der Regel auch: Wenn zu viele Katzen auf engem Raum sind wandern einige dann einfach ab. Also warum da Geld reinstecken, wenns dann eventuell verloren ist? So denken halt viele Bauern... leider.
Vielleicht lässt er mit sich reden, wenn du ihm hilfst die Jungkatzen zu vermitteln und sie gegen eine Schutzgebühr abzugeben, die dann für die Kastration des Muttertieres aufgewand wird? Genau darauf zielt die Homepage ja ab, das halt eben Katzenkinder nicht einfach mehr verschenkt werden und die sinnlose Vermehrung weiter geht, sondern das der Nachwuchs gegen eine Schutzgebühr vermittelt wird und davon die Kastration bezahlt wird.

Wadersloh liegt ganz grob zwischen Dortmund und Paderborn, nächst größerer Stadt ist Lippstadt.
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Offline fledermausohr

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Katzenelend in Wadersloh
« Antwort #5 am: September 05, 2011, 15:34:58 Nachmittag »
"Vielleicht lässt er mit sich reden, wenn du ihm hilfst die Jungkatzen zu  vermitteln und sie gegen eine Schutzgebühr abzugeben, die dann für die  Kastration des Muttertieres aufgewand wird"

Hab ich letztes Jahr schon versucht, es hat leider nichts gebracht, keine Einsicht. Das Geld spielt bei ihm wie gesagt keien Rolle.
Ich hatte auch schon überlegt den KSB "anonym" zu kontaktieren... Finde ich aber auch nicht so die feine Art.
Na ja, vielleicht evrsuche ich es noch mal mit einem Gespräch. Vielleicht zieht das Argument, wenn die Katzen kastriert und gleichzeitig entfloht werden, dass die Hündin den Flöhen nicht mehr ausgesetzt ist. Habe ich allerdings auch schon mal angemerkt.

Nun ja, stumpf ist eben leider oft Trumpf.

Grüße aus Osnabrück

Indira

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Katzenelend in Wadersloh
« Antwort #6 am: September 06, 2011, 06:49:47 Vormittag »
Du könntest der Hündin vorerst mal ein spot-on aufträufeln.
Den Flöhen Herr zu werden, ist schwierig; da sollte man wohl oder über mit einem Fogger arbeiten.

Wenn er es schafft, dass 2-3 kastrierte Katzen sich auf dem Hof wohlfühlen und dort bleiben, kommen kaum andere dazu.
Viele Landwirte scheuen aber die Ausgaben der Kastration, da die Katzen oft überfahren werde....und damit die Investiotion "umsonst" war.

Offline procanis

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Katzenelend in Wadersloh
« Antwort #7 am: September 07, 2011, 09:53:03 Vormittag »
Eine tolle Initiative!
In unsere Nachbarort gab es was die Katzenhaltung betrifft eine neue Verordnung, die ich auch sehr sinnvoll finde:
Freigängerkatzen müsse alle gechipt und kastriert sein! Man kann nur für Zuchtkatzen eine Ausnahmegenehmigung beantragen (die meisten Zuchtkatzen laufen ohnehin nicht frei draussen rum).

Ich hoffe nur, die Verordnung wird auch durchgesetzt. Damit kann man Halter freilaufender Katzen zwingen, ihre Katzen kastrieren zu lassen. Als Halter gilt dabei jeder, der Katzen füttert.

Ich finde es zwar generell blöd, alles über Gesetze und Verordnungen zu regeln aber DAS fand ich mal wirklich gut. Es gibt einfach zu viele Ignorante Idioten, die sich null um ihre Katzen kümmern.

Offline Breka

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Katzenelend in Wadersloh
« Antwort #8 am: September 07, 2011, 14:41:22 Nachmittag »
Hallo Procanis!

Ja, mittlerweile werden die Gemeinden und Städte wach. Vorläufer war Paderborn, die haben die Kastrationspflicht seit letztem Jahr. Dann zog Düsseldorf nach und Lippstadt ebenfalls.... es scheint auch ein bisschen was zu bewirken, denn sonst saßen im August dort ca.220 Katzen (also in Lippstadt), im Moment sind es "nur" 160.
Aber viele kleinere Gemeinden weigern sich auch da Verordnungen auf den weg zu bringen, da sie nicht wissen, wie sie diese kontrollieren sollen. in den Großstädten wird das dann einfach vom ordnungsamt mit übernommen.
Grüße von Jean mit Thor, Anton, Champ und Luisa
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